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Das Reisetagebuch

Erster Eintrag

Ankunft in Valgarde.
Die Lage ist angespannt. Von dem benachbarten Vrykul-Dorf Wrymkol geht eine stete Bedrohung aus. Die Verteidiger Valgardes sind ununterbrochenen Angriffen von Worgen und Drachen ausgesetzt.
Um Unterstützung im Kampf gegen die Vrykul in Wrymskol wurde seitens Captain Zorek gebeten.
Gardistin Rusalka hat in der Festung Westwacht ein Büro für die Tempelwache einrichten lassen. Westwacht scheint gut befestigt zu sein und wird nicht belagert.
Die vorbereitete Unterkunft wurde von der Tempelwache bezogen.

Zweiter Eintrag

Auf der zweiten Seite des kunstvoll eingebunden Buches steht in geschwungenen Lettern geschrieben:

Bei den Vrykul in Wrymskol handelt es sich um riesenhafte menschenähnliche Kreaturen. Sie sind ausgesprochen aggressiv und züchten Worge und Drachen, die sie für den Kampf abrichten.
Mit Hilfe der Kundschafterin Shebun konnte ich die gefangenen Soldaten Valgardes und die vermissten Forscher finden. Dabei sind wir auf ein weitläufiges Katakombensystem unter der Burg, die die Vrykul besetzen, gestoßen.
Ein zielgerichteter Schlag gegen die Anführer scheint mir der einzige Weg, den Verteidigern von Valgarde etwas Zeit zu verschaffen, um eine Offensive vorzubereiten.
Wir müssen in die Burg gelangen.

Darunter steht hastig verfasst:

Es ist vollbracht!
Ingvar, der Brandschatzer, eine der treibenden Kräfte in Burg Utgarde ist gefallen. Wertvolle Zeit ist gewonnen, in der die Vrykul sich neu organisieren müssen.
Doch noch eine viel schrecklichere Vermutung hat sich bewahrheitet: die Vrykul sind einen Pakt mit der Geißel eingegangen. In Utgarde konnte einer ihrer hochrangigen Verbindungsleute entdeckt und beseitigt werden. Die untote Plage scheint die eingeborenen Völker unter ihre Kontrolle gebracht zu haben. Dagegen muss weiter vorgegangen werden.

Aufgrund seiner Treue zur Tempelwache, seines Mutes und unerschütterlichen Einsatzes für die Belange der Kaldorei ist der Gardist Kondo Connor zum Prälaten befördert worden.

Gardist Demetor Meh'rahaz ist von einer Erkundungsmission bisher nicht zurückgekehrt. Ich warte weiterhin auf eine Nachricht von ihm. Langsam beginne ich mir Sorgen über seinen Verbleib zu machen.

Dritter Eintrag

Eine Liste von Kräuternamen und kurzen Beschreibungen endet mit folgendem Eintrag:

Als ich heute in Valgarde eine Klassifikationstabelle der Nordendkräuter bei Fayin abholte, nahm ein Gnom, der vom Geruch des Todes umgeben ist, mit mir Kontakt auf. Er gab an, von Korashazh Meh’rahaz, dem Cousin von Gardist Demètor, geschickt worden zu sein, um mir mitzuteilen, dass sich Demètor in Zul’Drak in Gefangenschaft der Geißel befände. Ich traue dieser undurchsichtigen Gestalt nicht. Vermutlich handelt es sich um eine Falle. Ich werde diesen Hinweisen mit größter Vorsicht nachgehen.

Siebter Eintrag

Einer Reihe von fast unleserlichen Einträgen folgt ein Absatz in sauberer, sorgfältiger Schrift.

Skorn ist in Flammen aufgegangen. Der Anschlag auf die Westwacht konnte vereitelt werden. Beunruhigenderweise sind die Vrykul im Fjord von einer seltsamen Krankheit befallen, die sie als Untote wiederauferstehen lässt, ähnlich der Seuche von Lordaeron. Möglicherweise besteht da ein Zusammenhang mit dem Pakt, den sie mit der Geißel geschlossen haben. Dies muss weiter beobachtet werden.
Ich habe den Expeditionstrupp über Demètors Verschwinden informiert.
Wir werden unseren Stützpunkt in der Westwacht bald verlassen müssen.

Elfter Eintrag

Die Seite weist viele Radierungen auf, gut leserlich ist folgender Abschnitt:

Ich habe mich einige Tage in Fort Wildervar aufgehalten und mit den Siedlern und Expeditionsleitern gesprochen. Der Pass über die verschneiten Berge ist beschwerlich und gefährlich, ohne Führer fast nicht zu meistern. Im Westen führt eine Straße nach Norden zur Ammertannhütte, einem Außenposten der Allianz.
Der Expeditionstrupp ist in alle Winde verstreut.
Von Demetor fehlt nach wie vor jede Spur.
Orbasan hat offenbar einen Weg eingeschlagen, der ihn zurück zu seinen Wurzeln als Krieger des Lichts führt. Die Garde der Tempelwache ist führerlos, was so nicht geduldet werden kann.
Kondo hat mich dabei unterstützt, mehr über die Steinriesen und ihren Zug nach Norden zu erfahren. Offenbar werden sie von einer höheren Macht angezogen. Kein Forscher im Fort kann sich einen Reim darauf machen.
Die Novizin Shebun ist ebenfalls seit einiger Zeit verschollen. Sie sprach immer wieder davon, dass die Elemente in Aufruhr wären. Etwas wende ihre Aufmerksamkeit nach Norden.
Norden…alles führt dorthin.

Dreizehnter Eintrag

Das ordentliche Schriftbild beginnt sich zu wandeln und wirkt schnell und unachtsam niedergeschrieben.

Ich spüre selbst den Drang weiterzureisen. Etwas ist hinter den Bergen, das mich zu rufen scheint. Es sind Stimmen und doch wieder nicht. Es ist wie das Flüstern des Windes, aber ich verstehe seine Sprache nicht.
Elune, steh mir bei!
Aber ich kann nicht länger warten. Ich werde aufbrechen.
Allein.

Vorletzter Eintrag

Einige Seiten scheinen herausgerissen worden zu sein. Blut klebt am rechten Rand des kleinen Buches.

Das Rudel muss mich mehrere Tage verfolgt haben. Isadur war sehr unruhig, er muss es gespürt haben, aber ich war zu sehr auf den Weg nach Norden konzentriert.
Ich habe viel Blut verloren, bis Isadur mich zum Stählernen Tor bringen konnte. Die Zwerge dort haben mich sicher nach Westwacht geleitet, wo meine Wunden gut versorgt wurden.
Die Reise durch den gefährlichen Bruchwald in die Grizzlyhügel werde ich aufschieben, bis neue Verstärkung aus Darnassus eingetroffen ist.
Ich habe ein Schreiben von Jodi erhalten. Sie ist Aufseherin in Sternenruh, einem Kaldorei-Stützpunkt in der Drachenöde. Sie bittet darum, dass ich mich dafür einsetzen möge, dass mehr Truppen nach Sternenruh entsendet werden. Wenn sie nur wüßte, wie wenige Kaldorei sich überhaupt nach Nordend wagen. Aber nach all den Jahren freue ich mich, sie wieder zu sehen. Sobald ich wieder auf den Beinen bin, werde ich nach Sternenruh aufbrechen.

Letzter Eintrag

Einer handgezeichneten Karte vom heulenden Fjord folgt ein Eintrag in eleganter, aber ungleichmäßiger Schrift.

Gjalerbron

Die Gefahr durch den Frostwyrm ist gebannt. Wie vermutet, sollte er den Stützpunkt Westwacht angreifen. Silmareyan fand bei einem der Vrykul-Krieger eine Notiz über den geplanten Angriff. Der Meister des Skelettdrachen stand auf einer der Plattformen. Wir streckten ihn nieder und riefen die untote Bestie mit Hilfe seines Hornes herbei. Eine dieser abscheulichen Kreaturen weniger!
Bei einem der Nekromaten fand ich eine magische Rute. Ich nahm sie an mich. Vielleicht ließe sich so etwas über ihre Kräfte herausfinden. Doch in den Katakomben entwickelte sie ein seltsames Eigenleben. Sie erweckte die schlafenden Vrykul-Krieger, sobald ich mich ihnen näherte. Doch was dann geschah…ein Schleier liegt über meinen Erinnerungen. Als ich wieder klare Gedanken fassen konnte, fand ich mich beim Frostklingenschrein wieder.
Die Rute war fort.
Elune, steh mir bei!

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