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"Hinter feindlichen Linien" war der Versuch, das Konfliktrollenspiel zwischen Allianz und Horde zu fördern. Der Plot fand im Anschluss an Frostfrühling-Die Fortsetzung statt. Beteiligt daran waren Elunes Tempelwache und das Söldnerpack.

Ausgangslage

Die Expedition nach Zul Gurub war erfolgreich und es sind keine Verluste oder Verletzte zu beklagen.
Jedoch haben wir zwei Sorten des genannten Giftes gefunden: eines in Phiolen, welche die Trollkämpfer bei sich trugen und eines im Beutel eines der Trollpriester. Nun gibt das Rezept keinen Aufschluss darüber, welches genau zu verwenden sei. Und da mir die Zeit fehlt, den Arzt in Theramore nochmals aufzusuchen, werde ich zwei Elixiere herstellen.
Diese werde ich an einem geeigneten Subjekt testen, um sicher zu gehen, dass das Mittel in der versprochenen Art und Weise wirkt.
Ich habe bereits mit dem Kapitän eines Handelsschiffes von Kul Tiras gesprochen, welches gestern hier vor Anker ging. Er wird uns gegen einen vernünftigen Preis weit in den Norden bringen, zur Insel Shalandis vor der Küste Quel'Thalas. Dort befindet sich ein Stützpunkt der Nachtelfen, von dem ich mir Hilfe bei meinem Vorhaben erwarte.
beim Schreiben der folgenden Zeile wurde offenbar starker Druck mit der Feder ausgeübt, denn die Schrift erscheint breiter
Oberste Pflicht einer jeden Schildwache ist es, das Leben einer Mondpriesterin zu beschützen.
danach ist etwas durchgestrichen und unleserlich
Ich habe Manari noch vor unserer Abreise nach Beutebucht gebeten, so bald wie möglich zu uns aufzuschließen und in Sturmwind auf Nachricht zu warten. Nun sieht es so aus, als würden wir dort vor Anker gehen können bevor wir die Reise fortsetzen.
wieder ist ein Absatz geschwärzt
Elune leitet uns, bei Licht wie in Dunkelheit.

Persönliche Aufzeichnungen, Saviya Traumfeder


Wie geplant bestiegen wir das Schiff, das uns nach Quel’Thalas bringen sollte.
In Sturmwind legte das Schiff zum Ent- und Beladen an und wir hatten etwas Zeit an Land zu gehen. Im Park traf ich wie erhofft Manari, die wieder voll einsatzfähig ist, was mich persönlich sehr freut. Dort begegnete uns auch Athriel, die vom Tempel geschickt worden war, um mir mitzuteilen, dass meine Anwesenheit erwünscht ist. Sie berichtete auch besorgniserregende Dinge über die Behandlung Yindarias.
Wenn ich jedoch sofort zurückkehre, dann mit fast leeren Händen, ohne Aussicht darauf Yindaria heilen zu können. Und das kann ich nicht.
Ich werde wie geplant, das Heilmittel zunächst testen und mich im Anschluss dem stellen, was mich in Darnassus erwartet.
Die Weiterreise verlief ereignislos. Beim Kaldorei-Stützpunkt auf der Insel Shalandis wurden wir herzlich willkommen geheißen und haben dort unser Lager errichtet.

Persönliche Aufzeichnungen, Saviya Traumfeder

Die Schifffahrt und die Ankunft

...Jhardor befand sich während der Schifffahrt unter Deck, da ihn eine leichte Übelkeit plagte. Diese wurde durch den starken Seegang, das tobenede Meer unweigerlich verstärkt. Sein Gesicht wirkte selbst für einen Elfen erstaunlich blas...

...Nach der Landung auf der Insel Quel´Thalas, wechselte er kurz ein paar Worte mit Manari. Es erfreute ihn, sie wohl genesen zu sehen...

...Desweiteren machte er die Bekanntschaft einer neuen Schülerin namens Raya. Er stellte sich ihr kurz vor und wies darauf hin, falls sie Blessuren vom harten Training mit Kondo Connor davon tragen sollte, sollte sie es ihm mitteilen.

...Nachdem der Himmel dunkel und wolkenverhangen war, das Lagerfeuer entfacht wurde, kochte Jhardor für sich und seine Gefährten einen Tee. Er sollte seinen Gefährten etwas Wärme schenken und ihm einen heilsamen Schlaf.

gez. Jhardor Kräheneiche


Rayà war noch etwas benommen von der langen Schiffspassage, als sie auf der Insel landeten. Nach kurzer Besprechung wurde beschlossen das Nachtlager aufzubauen. Rayà war für das Feuer zuständig und sammelte eilig Brennholz um es kurz darauf zu entfachen. Sie saß schon am gemütlichen Feuer als Gärd die Fische brachte und zubereitete. Es war das köstlichste Essen seit langem das Rayà zu sich genommen hatte. Einzig störend war der bittere Geruch, den der Tee verbreitete, den Jhador für die Gruppe zubereitet hatte. Rayà lehnt dankend ab, mit der Ausrede selbst noch Wasser in ihrem Schlauch zu haben. Sie wollte den Nachtelfen schließlich nicht beleidigen, zumal sie mit dem Volk noch nicht so vertraut war. Kurz nach dem Essen kehrte Ruhe ein und man bereitete das Nachtlager. Rayà starrte noch lange in die knisternden Flammen und hing ihren eigenen Gedanken nach, bis sie schließlich auch einschlief.

Im Feindesland

An die dunkle Fürstin Sylvanas Windläufer und den Lordregenten Lor'themar Theron

Eure Hoheiten,

Späherberichten zufolge landete am gestrigen Abend ein als Handelsschiff getarntes Kriegsschiff der Allianz an der Insel Shalandis vor der westlichen Küste Quel'Thalas. Es ließ einen Trupp teils schwer gerüsteter Kämpfer an Land. Ich ersuche darum, geeignete Hilfstruppen zu schicken, um die hinterhältigen Pläne der Allianz aufdecken und bei Bedarf militärisch gegen den Feind vorgehen zu können.

Tod allen Widersachern!

Dunkelläuferin Valessia Sonnenzorn Tristessa

In den folgenden Tagen hört man hin und wieder hinter vorgehaltener Hand, dass unerschrockene der Fürstin und Quel'Thalas treu ergebene Kämpfer für einen geheimen Einsatz in den Geisterlanden gesucht werden.


Eilig rannte der Junge Bote der Sin'Dorei durch die Gänge des Sonnenzorn Turms. Immer wieder unterbrochen von dem steigen von Treppen. Selten musste er soweit hinauf in den Turm, die Gemächer der Priester Novizen, Studiosi der Magie , Geomanten und anderer hatte er bereits hinter sich gelassen. Er befand sich bereits in Gängen die das normale Volk seltenst bis gar nicht zu Gesicht bekam. Dennoch war die Einrichtung, die Ausschmückung der Gänge von der Blutelfischen Dekadenz geziert. Leise vor sich hin keuchend erreichte der Bote endlich die Tür die er zu finden versuchte, was in einem Gebäude wie dem Sonnenzorn Turm keine leichte Aufgabe war. Er hob langsam die Hand an und klopfte vorsichtig an die Tür, fast schon in Panik, jene würde ihn in der selben Sekunde wo er das alte Holz berührte #%!*@*n. „ Herein!“ erklang eine barsche Stimme. Der Bote betätigte die Türklinke und öffnete die Tür. Durch die nun geöffnete Tür drang nun etwas Licht hinein, der bis auf eine weitere einzige Lichtquelle, abgedunkelt war. An einem Schreibtisch war ein Kerzenleuchter auf dem mehrere Blutrote Kerzen angebracht waren, auf welchen wiederum ein paar kleine Flammen tanzten die, die Fläche des Tisches beleuchteten. Vor dem Schreibtisch stand ein Stuhl mit einer großen Lehne so das man die Person die darauf saß nicht erkennen konnte. Das einzige Geräusch innerhalb des Raumes war das Kratzen einer Feder auf Pergament , und das Keuchen des Boten. Alls könne er dieses Geräusch nicht mehr ertragen brach es aus dem Boten heraus:“ Lord Sonnen....“ Harsch wurde er unterbrochen:“ Magister Sonnensturm!“ Das „s“ im Magister klang fast schon zischelnd , das Kratzende Geräusch der Feder hatte aufgehört. Der Bote warf sich in eine untertänigste Pose:“ Verzeid Magister Sonnensturm!“ Angst und Erschöpfung klangen in seiner Stimme mit. „ Sprecht. Was wollt ihr.“ Klang es entnerft. Der Bote blieb in er Tür verharren, als wäre das Licht aus dem Gang etwas das ihm vor einer Kreatur die dort im dunklen lauern könnte schützen. „ Magister Sonnensturm! Ich habe eine Botschaft von Lordregenten Lor'themar Theron“ Ein kurzes rücken des Stuhls war zu vernehmen bevor aus dem Raum erklang:“ Bringt sie zu mir.“ Ein leises Schnippen folgte und wie auf Kommando entflammten sich weitere Kerzen an Kerzenleuchtern innerhalb des Raumes. Der Raum war klein, doch nicht wenig Prunkvoll. Die Kerzenleuchter waren Golden, die Tapete bestand aus Roten Samt, und obwohl die Kerzen dieser Gefährlich nahe waren, schien keine Gefahr zu bestehen das diese Feuer Fingen, noch zeigten die Anzeichen von Ruß. Überall in dem Raum waren Bücher verstreut, an manchen Stellen zu kleinen Türmen gestapelt. In der Gegenüberliegende Ecke, war ein Bett, von der Bauweise nicht zu aufwendig, doch die Betttücher waren aus Roter Seide. Nebst der Tür war eine Kommode mit einer Waschschüssel, und diversen Pflegeutensilien. Gleich daneben noch ein offener Kleiderschrank in dem diverse Roben hingen, teilweise mit den Aufwendigsten Verzierungen, teilweise mit Lederstück verstärkt, wohl als Roben für den Kampf gedacht. Unsicher trat der Bote in die Gemächer des Magisters ein. Er trat langsam an den Stuhl heran, und noch bevor er den darauf sitzenden erblicken konnte senkte er sein Haupt und Strecke einen versiegelten Brief von sich. Er konnte erkennen wie eine behandschuhte Hand den Brief griff und ihn ohne große Kraftanstrengungen aus seiner Hand zog.

Der Magister fuhr einmal mit seiner linken über den Briefumschlag, und das Siegel löste sich. Er fischte den Brief aus dem Kuvert und begann die Zeilen zu überfliegen. Den Boten der nach wie vor verharrte schien der Magister nicht mehr zu beachten, der Bote jedoch zog es vor zu verweilen bevor er sich noch einen Fehltritt leistete. Eine Gefühle Stunde für den Boten, doch nur eine halbe Minute herrschte Stille in den Raum, bevor die Flammen der Kerzen im Raum wild zu Lodern und knistern begannen. Syrelnarius murmelte leise etwas vor sich hin:“ Vor über.... Sieben tausend Jahren.... haben unsere Brüder... es „gewagt“ uns zu verbannen...“ knurrte er leise „ Vor nicht einmal 10 Jahren... wagten sie es... uns aus der Allianz zu drängen....“ Das knistern des Feuers im Raum nahm zu. „ Und nun.... wagen sie es IN UNSER REICH EIN ZU DRINGEN!“ Die letzten Worte spieh der Magister voll Zorn. Selten sah man den alten Magier so sehr die Fassung verlieren. Der Bote wollte gerade fluchtartig den Raum verlassen als er am Schopf gepackt wurde und von seiner gebeugten Haltung hochgezogen wurde. Knapp vor ihm lag das Gesicht des Magisters, auch wenn dieses momentan nur schwer zu erkennen war. Sein sonst so junges Gesicht wirkte alt, und verzerrt, seine Augen glühten in tiefsten Felgrün dem Boten entgegen. Schwer atmend , versucht leise, und gesittet zu sprechen sprach der alte Magister dann:“ Sagt Lordregenten Lor'themar Theron, das ich umgehend nach Tristessa unterwegs bin...“ Er ging Richtung Tür, griff mit einer Hand seinen Stab, und murmelde: „ Und mit mir, Vergeltung!“ Mit seiner freien Hand vollführte er ein Schnippen und die Lichter in der Kammer des Magisters erloschen.


Eines Tages überbringt eine Nachtelfe mit einem bronzenen Wappenrock eine Nachricht an die Tempelwache mit dem Vermerkt, dass es an die oberste Autoritäten gerichtet ist und von niemanden sonst gelesen werden sollte. Der Brief ist mit einem taurischen Siegel versehen und mit einer Magie versiegelt, die versichern soll, dass der Brief nur einmal geöffnet werden kann. Wer sich näher damit beschäftigt, wird fest stellen, dass es sich dabei um eine Abart der Schattenmagie handelt.


"Ich grüße die Tempelwache.

Mein Name ist Atanka Stahlhaut, Söldnergeneral des Söldnerpacks.

Es gibt Berichte, welche besagen, dass nachtelfische Truppen in den Geisterlanden gesichtet wurden.

Da ich nicht weiss, wenn ich diesbezüglich ansprechen soll, wende ich mich per Brief an euch, da ich denke, wenn, dann habt ihr eine Möglichkeit, dies genauer zu klären.

Es geht mir darum, dass diese Meldung bei den Sindorei und den Verlassenen nicht besonders auf Gegenliebe stösst, und man sich berreits auf offene Kämpfe vorberreitet.

Ich habe das Bedürftniss, diese Sache friedlich zu klären, und operiere hiermit auch alleine und ohne das Mitwissen anderer.

Wenn es eine Möglichkeit gibt, dann lasst es mich bitte wissen, indem ihr eine Nachricht im Gasthaus auf der Mondlichtung oder bei der Cenariusfeste in Sillithus hinterlässt.

Wenn nicht - sehen wir uns vermutlich auf dem Schlachtfeld.

gez. Atanka Stahlhaut Furywind, Söldnergeneral, Cenariuswächter und Argentumchampion"

Nachdem der Brief gelesen wurde, wird er innerhalb weniger Minuten immer schwärzer und schwärzer, , fast so, als würde er verroten - nur, dass er in diesem Fall einfach ein Schatten seiner selbst wird, im wahrsten Sinne des Wortes.


Eine Schildwache des Mondtempels übergibt Astarii einen versiegelten Brief. „Dies wurde am Eingang für die Führung der Tempelwache abgegeben.“
Die Priesterin nimm den Brief entgegen. „Ich werde mich dem annehmen, Elune sei mit dir.“ Astarii wendet den Brief mit dem taurischen Siegel mehrmals und verzieht das Gesicht, als sie die Magie spürt, die den Brief durchströmt. Sie bricht das Siegel auf und liest das Schriftstück aufmerksam. Falten bilden sich auf ihrer Stirn, als sie die Zeilen überfliegt.
Dort ist sie also, murmelt sie vor sich hin. Sie sollte doch nach Darnassus zurückkehren.
Eilig macht sie sich auf den Weg zur Hohepriesterin, da sich der Brief zu verdunklen scheint und die Schrift langsam verschwimmt.

Am nächsten Morgen liegt ein Brief im Gasthaus von Nachthafen bereit und wartet darauf abgeholt zu werden. Er trägt das Siegel der Tempelwache.

Elune adore, Atanka Stahlhaut,

im Namen des Tempels versichere ich Euch, dass unsere Präsenz in den Geisterlanden lediglich der Erforschung der Verderbnis des Landes durch die Geißel dient und keinen aggressiven Akt gegen das Volk der Sindorei darstellt. Es muss sich hierbei wohl um ein Missverständnis handeln.

Astarii Sternsucher
Stellvertretende Kommandantin der Tempelwache


Der Brief wird von einer kleinen, vermummten Gestalt abgeholt. Der Wirt scheint auf etwas zu warten, und als die Gestalt die Handfläche zu ihm dreht, nickt er zufrieden und übergibt ihr den Umschlag. Daraufhin verlässt die Gestalt Nachthafen und reist in Richtung Ratchet. In der überfüllten Goblinhafenstadt setzt sie sich dann in die Taverne, und als eine Trollin vorbeikommt, wird ihr der Brief rasch und heimlich zugesteckt.

Die Trollin verlässt Ratchet ihrerseits, und begibt sich auf eine Reise nach Gadgetzan.

Dort angekommen wiederrum begibt sie sich zu einer kleinen Hütte und klopft an. "Ey, Tankamaan...mia is, Sanjill! Machens auf!" Die Tür wird geöffnet, und Atanka nickt ihr zu. "Sanjill...was für eine Überraschung...komm doch rein!"

Drinnen wird der Brief wortlos übergeben, und der Taure liest ihn sich sofort durch. "Hmm..das wird schwer erklären zu sein...die Blutelfen dürsten nach dem Blut der Nachtelfen..." Ein Seufzer entfährt ihm, als er ein Antwortschreiben verfasst.

"Die Erdenmutter mit euch, Astarii,

ich danke euch für die Antwort.
Ich hoffe, ich kann die Horde davon überzeugen, dass ihr keinerlei aggressiven Handlungen beabsichtigt.
Ich werde mein möglichstes tun, den brüchigen Waffenstillstand zu wahren, und bitte euch, dies ebenfalls zu tun.
Wir sind zwar beides keine offiziellen Vertreter unserer Fraktionen, doch sollten wir in Zeiten, in denen großes bevorsteht, doch an einem Strang ziehen.

Mögen die Winde euch leiten und die Erdenmutter euch schützen!

gez. Atanka Stahlhaut."

Atanka versiegelt den Brief wieder und überreicht ihn wieder an Sanjill. "Bitte, meine liebe. wieder auf dem selben Weg wie der erste Brief. Und wieder höchste geheimhaltung."

Die Trollin nickte und machte sich auf den Weg nach Mondhafen direkt, um den brief wieder an den Wirt zu übergeben und seine Erinnerungen an sie mittels der Schattenmacht zu löschen. Und durch den Wirt gelangt der Brief dann letztendlich wieder an die Tempelwache.

Die Geisterlande

Nachdem sich alle von der langen Reise erholt hatten, war es nun an der Zeit sich dem Ziel unseres Aufenthaltes hier zuzuwenden. Wie wir wissen erforschen und praktizieren die Sindorei ihre Magie an Orten, die sie Sanktum nennen. Doch durch den Einfall der Geißel wurden offenbar einige zerstört und verlassen, so dass wir uns zunächst auf die Suche nach einem intakten Sanktum, das noch von Magiern bewohnt wird, machen mußten.
Hierfür teilte ich die Tempelwachen in zwei Gruppen ein. Eine wurde von Kondo angeführt und sollte sich den westlichen Teil der Geisterlande vornehmen, ich machte mich mit Manari und Raya auf den Weg, den östlichen Teil zu erkunden. Während Kondo, Gärd und Amaranth keinen Erfolg hatten und nur von Untoten und Magiewesen bewohnte zerstörte Orte fanden, hatten wir mehr Glück. Im Schutz einer kleinen Bergkette fanden wir ein intaktes Sanktum. Manari konnte sich soweit heranschleichen, um zu erkennen, dass sich dort ungefähr vier Magier befanden. Doch das Sanktum war schwer bewacht, weswegen wir uns wieder zurückzogen. Nach Kondos Einschätzung sollte es jedoch mit einer durchdachten Angriffsstrategie kein Problem sein, einen Überraschungsangriff auf das Sanktum zu starten und einen der Magier gefangen zu nehmen. Er wird sich um die Planung dieser Aktion kümmern.
Nachdem wir das Sanktum untersucht hatten, ergab sich unerwarteter Weise die Möglichkeit, eine der Proben des Heilmittels bereits zu testen. Als wir zufällig im Süden einen weiteren Stützpunkt der Nachtelfen gefunden hatten, bat mich die Kommandantin ihrem Außenposten in den Bergen im Norden eine Nachricht zu überbringen. Als wir den Außenposten fanden, eröffnete sich uns ein grausames Bild. Alle Schildwachen sind bestialisch niedergemetzelt worden. Die Täter befanden sich noch an Ort und Stelle: ein Magier der Sindorei mit zwei Leibwachen. Raya war kaum zurückzuhalten, als sie das Massaker sah und wollte sofort Genugtuung fordern. Ich wies sie und Manari an sich um die Wachen zu kümmern, den Magier wollte ich jedoch lebend. Nachdem seine Leibwachen am Boden lagen, war der Widerstand des Sindorei verblüffend schnell dahin, welch jämmerliche Kreatur. Manari hatte keine Schwierigkeiten ihn festzuhalten, während ich ihm eine Probe des Mittels verabreichte. Gespannt warteten wir auf die Wirkung. Doch sie stellt sich nicht ein. Nachdem Manari ihn wieder losgelassen hatte, begann er zwischen seinen Händen einen Feuerball zu beschwören. Allein der schnellen Reaktionsfähigkeit der Novizin Raya ist es zu verdanken, dass er den Zauber nicht beenden konnte, indem sie ihm geistesgegenwärtig ihren Dolch zwischen die Rippen stieß.
Eine der Proben hat sich nun also als wirkungslos erwiesen.
Wenn auch die andere ihre Wirkung verfehlt, war dies alles umsonst.

Persönliche Aufzeichnungen, Saviya Traumfeder


Valessia war gerade auf ihrem Rundgang durch Tristessa, als eine langsam humpelnde untote Gestalt sich dem Ortseingang von Süden her näherte. Die Dunkelläuferin hielt inne, um zu sehen wer diese erbärmliche Erscheinung war. An der Rüstung erkannt sie eine Todeswache von Tristessa, die gekrümmt ein Bein hinter dem anderen nachschleifte. Der Verlassene kam schnurstracks auf sie zu und hängte sich an ihren Arm. Sein Leib war mit mehreren tiefen Schnittwunden übersät, aus denen gelber Eiter austrat. Der linke Arm fehlte, der Armstumpf hörte irgendwo unter der Rüstung auf.
Das Sprechen bereitete ihm offenbar große Anstrengung und war kaum mehr als ein Krächzen. „Sie sind uns …. in den Rücken gefallen. Magister Sylastor....ist tot.“
Valessia stützte den Verlassenen, als er zu husten begann und schleimiges Sekret auf ihre Rüstung spuckte. „Wer ist euch in den Rücken gefallen? Die darnassischen Schildwachen?“
Der Verlassene krallte sich an ihren Schultern fest, als seine Beine nachgaben. „Nein,“ seine Stimme war nur noch ein heiserer Hauch. „Andere Nachtelfen ... und ein Mensch.“
Kaum merklich spannte Valessia ihren Körper an. Sie winkte eine Wache herbei und drückte ihr den Verlassenen in den Arm.
„Es ist Zeit zu handeln“, sagte sie mehr zu sich selbst.

Der Angriff auf das Sanktum der Sonne

Sir Connor führte den Angriff auf das Sanktum, durch den erfolgreich eine Magierin gefangen genommen werden konnte. Allerdings konnte eine Späheinheit der Sindorei weitere Truppen zur Hilfe rufen, welche unseren Stützpunkt auf der Insel Shalandis belagerten. Sie drängten uns zum Schiff zurück und konnten die Gefangene befreien. Die Insel musste geräumt werden und wir setzten Segel nach Darnassus.
Somit ist die Mission fehlgeschlagen und ich kehre mit einem Heilmittel nach Darnassus zurück, von dem ich nicht weiß, ob es Yindaria retten wird oder sie töten.
Zudem lastet die Verantwortung über den Einsatz im Schlingendorntal und in Quel’Thalas auf meinen Schultern. Doch ich werde mich dem Urteil des Tempels stellen.
Wenn ich nun auch meine Schwester verliere, ist alles andere belanglos.

Persönliche Aufzeichnungen, Saviya Traumfeder