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"Frostfrühling-Die Fortsetzung" ist ein Plot der Gilde Elunes Tempelwache, der sich im Anschluss an Frostfrühling entwickelte und in den interfraktionären Plot Hinter feindlichen Linien mündete.

Ausgangslage

Die Schildwachen benachrichtigten mich sofort, dass die Tempelwachen mit Yindaria zurückgekehrt waren. Yindaria war bereits in die Kaserne gebracht worden, während Manaris Wunden noch von einer Mondpriesterin versorgt wurden.
Yindaria so wiederzusehen war zunächst ein Schock. Ihr Körper war übersäht mit blauen Flecken, Blutergüssen und feinen Schnittwunden. Als ich sie berühren wollte, wachte sie auf und begann in einer mir fremden Sprache zu singen. Ich rede ruhig auf sie ein, doch sie schien mich nicht wahrzunehmen. Erst mit der Zeit erkannte ich, dass in ihren Worten eine seltsame Magie mitschwang. Doch noch bevor ich Maßnahmen ergreifen musste, um sie zum Schweigen zu bringen, sackte sie kraft- und bewusstlos in sich zusammen. Ich ordnete an, ihren Körper zu reinigen und die Wunden zu versorgen. Neben den zwei Schildwachen sollte auch eine Mondpriesterin ihren Zustand überwachen und mich informieren, sollte sie wieder zu sich kommen.
In der Zwischenzeit war auch Manari hierher gebracht worden. Sie schlief sehr unruhig und fieberte, als ich zu ihr kam. Als ich einen Segen für sie sprechen wollte, erwachte sie und fragte nach Yindaria. Sie erzählte von den Vorfällen, was sie zusehends anstrengte. Ich versuchte sie zu beruhigen und rief die Göttin an, um ihre Schmerzen zu lindern und die Wundheilung zu beschleunigen. Doch die Entzündung der Wunde schwächt ihren Körper sehr, so dass sie noch einige Zeit der Ruhe bedarf.
Nachdem Manari wieder eingeschlafen war, kam Olc um sie nach eigener Aussage etwas aufzumuntern. Er schien nicht ganz zu verstehen, warum Ruhe in dieser Situation der Heilung mehr einträglich war als spaßige Geschichten. Da er sich offenbar nützlich machen wollte, schickte ich ihn ins Archiv um nach Berichten über ungewöhnliche Vorkommnisse in den Nachtelfischen Gebieten in letzter Zeit zu forschen. Vielleicht sind uns ja Aktivitäten entgangen, die irgendwie in Zusammenhang mit Yindarias Entführung stehen.
Detaillierte Informationen über Yindarias Auffinden erhielt ich von Athriel.
Yindaria ist in der Festung der Brennenden Klinge in Desolace gefoltert und dann durch ein Portal nach Jaedenar gebracht worden. Dort fand die Tempelwache sie in der Nähe eines Schreckenslord. Der Dämon wurde ausgeschaltet, woraufhin Yindaria die Gruppe angriff und Manari schwer verletzte. Nach einem längeren Kampf brach sie schließlich bewusstlos zusammen. Seither ist sie nicht mehr Herrin ihrer Sinne. Athriel empfahl sie den Druiden auf der Mondlichtung zu übergeben, doch der Weg dorthin ist zu weit und führt durch den Teufelswald, was ich angesichts der Lage für zu gefährlich halte. Sollte sich ihr Zustand nicht verbessern, kündigte Athriel an die Behüterschaft einzuschalten. Ich werde meine Schwester nicht den Wächterinnen überlassen, solange es noch Hoffnung auf ihre Genesung gibt.
Deswegen werde ich zunächst ermitteln lassen, welcher verdorbene Zauber Yindaria gefangen hält. Zu diesem Zweck sollen ihre Worte aufgezeichnet und einem kundigen Magier vorgelegt werden, der sie hoffentlich entschlüsseln kann. Die Garde soll sich dieser Aufgabe annehmen.

Persönliche Aufzeichnungen, Saviya Traumfeder


Der in letzter Zeit häufiger zu werden scheinende Regen prasselt in das Geäst und auf das Vordach einer kleinen darnassischen Laube. Im Schein einer Laterne überfliegt ein Zwerg noch einmal knappe, doch sorgfältig geschriebene Zeilen auf einem Pergamentbogen.

Hohe Schwester,
hier die gewünschte Abschrift meiner Aufzeichnungsbemühungen für Eure Studien:

Azhir uval nutarus,
Hel'nurath, azhir mudas ethanol,
Dalektharu il dask daku,
Riftuuz e thara,
Samanaar utamus…

Diese Worte noch einmal niederschreiben zu müssen… habe kein gutes Gefühl dabei. Wie auch immer… eine Abschrift dieser Abschrift für Sir Connor lege ich diesem Schreiben bei.

Mögen sich Eure Hoffnungen erfüllen,
Olc

Im Osten grollt Donner.


Gelangweilt liegt Manari auf der Matratze und starrt an die Decke ihres Krankenzimmers. Leise dringen die Geräusche der Stadt von draussen an ihr Ohr. Unter dem Verband beginnt es wieder zu jucken.
Manari seufzt leise.
Mühsam schält sie sich aus den Laken und hüpft eher unelegant auf einem Bein zu dem kleinen Tischchen in der Ecke des Zimmers. Dort giesst sie sich eine Schale mit kaltem Tee ein, die sie in einem Zug leert. Aus einem Korb mit Obst klaubt sie ein paar Beeren und zerkaut sie lustlos. Dann hüpft sie leise stöhnend zurück ans Bett und setzt sich auf die Kante.

Wenigstens einen Stock hätten sie mir bringen können.

Das verletzte Bein konnte sie noch nicht wirklich belasten. Als sie sich vor einigen Stunden auf den Weg zu Yindarias Zimmer gemacht hatte, war das wie eine Weltreise gewesen, obwohl es doch nur ein Dutzend Meter gewesen waren.

Und alles völlig umsonst!

Die Wachen hatten ihr freundlich, aber bestimmt klar gemacht, dass sie nicht zu Yindaria durfte und man hatte sie gleich wieder in ihr Zimmer zurück "begleitet".

Nachdenklich betrachtet sie den Verband an ihrem rechten Bein, den ihr Saviya angelegt hatte. Das Fieber war abgeklungen, aber das Bein wollte noch nicht so recht; jeder Schritt war mit starken Schmerzen verbunden.

Wie hatte es nur soweit kommen können? Sie erinnert sich noch gut an das verzweigte Höhlensystem, in das sie auf der Suche nach Yindaria eingedrungen waren. Als sie sie schliesslich gefunden hatten, flüchtete sie plötzlich vor ihnen und schliesslich begann sie sogar, sie anzugreifen. Und ständig redete sie wirres Zeug. Manari wusste nicht recht, was sie tun sollte; die Hand erheben gegen eine Priesterin des Tempels? Das konnte sie nicht, das war gegen alle ihre Prinzipien. Sie hatte gehofft, Yindaria würde müde werden, so dass sie sie ohne Gewaltanwendung würden mitnehmen konnten. Aber dann hatte sie etwas getroffen, ein Blitz, und es wurde Nacht um sie. An alles weitere kann sie sich nur noch bruchstückhaft erinnern; ein schwankender, muffig riechender, warmer Pelz; ein grimmiges, bärtiges Gesicht so nah vor dem ihren...

Nur Träume, hoffentlich nur Träume!

Die Müdigkeit überkommt sie wieder; Manari legt sich gähnend zurück auf's Bett und starrt erneut auf die Decke.

War diese Spinne vorhin schon da?

Bericht aus Theramore

Elune Adore Hohe Schwester,
ohne Probleme gelangten wir nach Theramore.

Im Magieturm trafen wir auf Falben, einen alten Bekannten von Olc. Er war bereit uns zu helfen. Nachdem er hörte was geschehen ist und die Mitschrift gelesen hat war er sehr geschockt. Die hohe Schwester Yindaria versucht einen Dämon namens Hel' nurath zu beschwören, aber die Beschwörung ist unvollständig. Wer dieser Hel' nurath ist, konnte er uns nicht sagen da er ihm unbekannt ist.

Er brachte uns zu einem Traumachirurg mit seltsamen Namen. Dieser musste von Olc "gebeten" werden uns zu helfen. Er redete sehr ausschweifend und kam nur schwer auf den Punkt. Letzendlich gab er uns ein Pergament mit einer Anleitung, eine Kopie ist angefügt, wie wir Eure Schwester vielleicht heilen können.

Bei Menschen wirkt es, aber es ist nicht sichergestellt ob es bei Eurer Schwester hilft. Ausserdem hat es einen Nachteil, es unterbindet jegliche Magie.

Um die Zutaten zu besorgen müssen wir nach Zul Gurub, die Trolle dort stellen das beste her.

Der Traumachirurg hätte Eure Schwester am liebsten getötet, deshalb traue ich ihm nicht so recht. Bitte entscheidet ob Ihr uns Unterstützung schicken wollt um das Mittel zu besorgen oder nicht.

gez. Amaranth


Ein kühler Wind weht durch Darnassus, ein Donnergrollen war in der Ferne zu vernehmen während Jhardor eine Schüssel mit Wasser zur Barracke trug.

Nach einem Gespräch mit Saviya, wo er ihr auch die Hilfe für Manari anbot und ihre Zustimmung dafür hatte, klopfte er an Manaris Tür.

Während er die Wunde säuberte und sie mit einer Wurzel behandelte, stellte er sich Manari vor.

Nach einer guten Portion Reissbrei, verlies er Manari und widmete sich Yindaria.

...Yindaria wirkte auf Jhardor als wäre sie in einem tiefen Schlaf versunken.

Sie streckte sich einmal plötzlich, ihr Mund bewegte sich und Jhardor hörte leise die Worte "Elune, warum hast Du mich verlassen".

Nachdem Jhardor ihre äußere Hülle mit fliessenden Bewegungen behandelt und einen Kräüterverband an ihren Füßen angelegt hatte, wurde ihre Atmung wieder tiefer und ihr Körper schien sich zu entspannen.

...Regen prasselte auf Jhardors Haar als er kurz vor Tageswechsel auf dem Weg zu seiner Unterkunft war...

Yindarias Flucht

Die Mission der Garde in Theramore war erfolgreich. Sie haben herausgefunden, was die Worte die Yindaria singt, wenn sie erwacht bedeuten. Doch die Gewissheit darüber, dass sie unter dem Einfluss eines Dämons steht, macht die Lage nicht einfacher. Ebenso wirft das Heilmittel, dass ihnen empfohlen wurde, mehr Fragen auf als es Antworten geben kann. Ein starkes Nervengift ist eine wesentliche Zutat neben zahlreichen Heilkräutern und Wurzeln. Doch seine Wirkung ist an Elfen nicht erprobt. Die Gefahr Yindaria damit zu töten, kann und will ich nicht eingehen. Ich werde es zunächst testen lassen. Aber zunächst muss dieses Nervengift beschafft werden, das nur die Trolle von Zul Gurub herstellen. Eine weite Reise liegt vor mir, die Zeit kostet die ich bald nicht mehr habe.
Yindaria ist aus ihrem Zimmer geflohen. Sie hat die Priesterin, die sie in Trance halten sollte getötet und offenbar eine der wachhabenden Schildwachen unter ihre geistige Kontrolle gebracht, wodurch sie ihre Schwester schwer verletzte. Erste Suchaktionen blieben erfolglos. Ich habe Irbisil entsandt, um ihre Witterung aufzunehmen.
Ich möchte gar nicht daran denken, was geschehen mag, wenn wir sie nicht finden, noch daran was geschieht, wenn wir sie finden.

Persönliche Aufzeichnungen, Saviya Traumfeder

Das Urteil des Tempels

Schwester Yindaria wird bis auf Weiteres in Gewahrsam genommen. Ihr werden folgende Vergehen zur Last gelegt: Mord an einer Mondpriesterin, schwere Körperverletzung einer Schildwache und einer Tempelwache, Anwendung verdorbener Magie unter dem Einfluss einer unbekannten dämonischen Macht. Zu ihrem eigenen Schutz und zur Sicherheit der Bevölkerung von Darnassus wird sie vorerst im Zellentrakt der Enklave des Cenarius untergebracht bis eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen wurde.


Ich habe versucht, Yindaria in ihrer Zelle in der Enklave des Cenarius zu besuchen, doch der Zugang wurde mir von den Aufsehern verwehrt.
Die Hohepriesterin hat mich vorerst von meinen Pflichten entbunden, um mir Zeit zu geben einen anderen Blickwinkel auf die Situation zu bekommen.
Ich werde jedoch nicht tatenlos das Urteil des Tempels abwarten. Ich werde das Heilmittel für Yindaria beschaffen. Einige wenige loyale Mitglieder der Tempelwache haben mir ihre Unterstützung zugesagt. Mit ihnen bin ich heute nach Beutebucht im Schlingendorntal aufgebrochen.

Persönliche Aufzeichnungen, Saviya Traumfeder

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