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Sin'dorei
Blutelfwappen
Zugehörigkeit: Horde
Hauptstadt: Silbermond
Anführer: Lordregent Lor'themar Theron
Reittier: Falkenschreiter
Heimatwelt: Azeroth
Sprache(n): Thalassisch
WoWWiki: Bloodelf
Mehr: Blutelfen-Guide


Die Hochelfen sagten sich nach dem Zweiten Krieg von der Allianz los, und ihre Abspaltung löste den weiteren Zerfall der ohnehin brüchigen Allianz aus. Während des Dritten Kriegs nahm die Allianz die Nachtelfen als Verbündete auf, die es als ihre Pflicht ansahen, ihre neuen Alliierten vor den Hochelfen zu warnen. Die zentrale Rolle, die die Hochgeborenen beim Ausbruch des Krieges der Urtume gespielt hatten, bildete in der Erzählung der Nachtelfen einen wesentlichen Teil der Hochelfengeschichte. Daher ist es wenig verwunderlich, dass die Menschen inzwischen den Hochelfen (und den Blutelfen, die sie mit ihnen in einen Topf werfen) mit Misstrauen und Feindseligkeit begegnen.

Unter der Führung von Arthas Menethil fiel die Geißel vor kurzem in das Königreich Quel'Thalas ein und schuf den Lich Kel'Thuzad, sie verunreinigte den Sonnenbrunnen und entzog ihm dabei seine gesamte Energie. Ein Großteil aller Hochelfen wurde von den untoten Scharen niedergemetzelt und Sylvanas Windläufers rechte Hand, Lor'themar Theron, übernahm vorübergehend die Herrschaft über die Hochelfen. Die wenigen Hochelfen, die die Invasion der Geißel überlebt hatten, überkam schnell Krankheit und sie wurden teilnahmslos.

Prinz Kael'thas Sonnenwanderer war der letzte Überlebende des Königshauses und ein Mitglied der Kirin Tor. Zur Zeit der Invasion der Geißel betrieb er seine magischen Studien in Dalaran. Als er von der Katastrophe hörte, eilte er nach Quel'Thalas und fand sein Heimatland in Ruinen. Er erkannte, dass die Überlebenden der Elfen alle von derselben Art von Krankheit und Lethargie betroffen waren, die mit dem Erlöschen der magischen Energien des Sonnenbrunnens begonnen hatte. Fest entschlossen zu retten, was noch zu retten war, sammelte Kael'thas die Überlebenden und nannte sie Sin'dorei oder "Volk der Blutslinie", zu Ehren ihrer Gefallenen.

Reise zur ScherbenweltBearbeiten

Die Blutelfen, die nicht so stark von der Krankheit getroffen waren, einschließlich Kael'thas, trachteten nach Rache und brachen aus ihrem verwüsteten Land auf, sich dem Feldzug gegen die Geißel in Lordaeron anzuschließen. In Abwesenheit des Prinzen wurde Lor'themar zum Herrscher von Quel'Thalas ernannt und Halduron Wolkenglanz wurde Waldläufergeneral von Silbermond. Bis heute ist Lor'themar der Anführer der Blutelfen Azeroths. Er und Halduron sichern das Land, während sie nach einem Heilmittel für den scheinbar unstillbaren Hunger ihres Volkes suchen.

Kael'thas und sein angeschlagenes Volk boten den Widerstandstruppen der Allianz an, mit ihnen gemeinsam gegen die Geißel zu kämpfen. Sie wurden jedoch nur mit Argwohn und offener Feindseligkeit begrüßt, vor allem von einem voreingenommenen Menschen, dem Großmarschall Garithos. Garithos beauftragte die Blutelfen mit immer härteren Missionen, bis Kael'thas gezwungen war, die Hilfe von Lady Vashj und ihrer Naga anzunehmen. Als Garithos erkannte, dass die Blutelfen mit den Naga zusammen arbeiteten, fühlte er sich in seinem Misstrauen bestätigt. Er nam die unglücklichen Soldaten der Blutelfen im Verlies von Dalaran gefangen und verurteilte sie zum Tode.

Glücklicherweise könnte Vashj die Blutelfen, die mittlerweise furchtbar unter ihrem Hunger nach Magie litten, rechtzeitig befreien. Vashj erklärte, dass auch die Naga abhängig von der Magie sind und dass Illidan den Blutelfen helfen könnte. Sie führte sie zum Portal, welches Kel'Thuzad im Dritten Krieg geöffnet hatte, um Archimonde den Weg nach Azeroth zu ermöglichen. Ohne bessere Optionen zur Wahl, folgten Kael'thas und seine Kämpfer den Naga durch das Portal in die verwüsteten Länder der Scherbenwelt. Dort angekommen befreiten die Elfen den abtrünnigen Dämon Illidan Sturmgrimm, der Gefangener von Aufseherin Maiev Schattensang war.

Nach der Rettung flehte Kael'thas Illidan an, ihm ein Heilmittel für die Magiesucht der Blutelfen zu beschaffen. Illidan hatte allerdings einen anderen Vorschlag: Im Austausch für die Treue der Blutelfen würde er ihnen beibringen, die Magie von anderen mächtigen Quellen zu ziehen, unter anderem von den Dämonen. Dies war ein Angebot, bei dem Kael'thas fühlte, dass er es annehmen sollte. Er war sich sicher, dass sein Volk sterben würde, wenn er kein Heilmittel oder eine neue Quelle der Magie finden würde. Kael'thas schwor Illidan seine Treue und dieser brachte darauf mehreren Blutelfen die versprochenen Verfahren bei. Diese Lehren verbreiteten sich auch bei den anderen Blutelfen der Scherbenwelt, die ihren schmerzhaften Hunger nach arkaner Magie stillen konnten.

WiederaufbauBearbeiten

Von ihrer schnellen Genesung angespornt, entschlossen sich die meisten von Kael'thas Gruppe in der Scherbenwelt zu bleiben und ihre Studien dort fortzusetzen. Der Großmeister Rommath wurde mit der Nachricht der Hoffnung zurück nach Azeroth zu den Blutelfen in Quel'Thalas geschickt. Er erzählte von dem glorreichen versprochenen Land und gab die Lehren Illidans weiter. Lehren, die Rommoth Prinz Kael'thas zuschrieb und somit die Auffassung begann, Kael'thas würde eines Tages zurückkehren und sein Volk ins Paradis führen.

Rommath blieb in Quel'Thalas und half, es wieder aufzubauen und auf die Rückkehr des Prinzen vorzubereiten. Dank Rommath lernten die Blutelfen Azeroths, wie die arkane Magie gewonnen werden konnte, um ihre Sucht zu nähren. Ihre Gesundheit kehrte zurück und sie lobpriesen den Prinzen in seiner Abwesenheit und widmeten sich ganz dem Studium. Rommath und der neue Orden elfischer Magier machten große Fortschritte, ihren Brüdern die Manipulation der arkanen Energien zu lehren. Schon sehr bald ragten die Türme Silbermonds in den Himmel, angetrieben von flüchtiger Magie. Die Blutelfen haben sogar einige Gebiete der Immersangwälder wieder zurückgeholt. Von dem Versprechen auf die Rückkehr Kael'thas angespornt, konzentrierten sich das müde Volk darauf ihre Stärke zurück zu gewinnen und einen neuen Weg in eine ungewisse Zukunft zu finden.

Die Sucht und ihre FolgenBearbeiten

Die Blutelfen bezeichnen sich nicht mehr wahrhaft als Hochelfen. Sie haben andere Prioritäten und Verhalten als ihre Verwandten. Im Gegensatz zu den Hochelfen haben die Blutelfen sich dazu entschlossen, in Abwesenheit des Sonnenbrunnens ihren Hunger für arkane Magie zu stillen, indem sie diese Magie von anderen Quellen beziehen.

Dennoch gibt es einige grundlegende Ähnlichkeiten zwischen Blutelfen und Hochelfen, denn beide Gruppen gehören demselben Volk an. Wie bei den Hochelfen sind die meisten Blutelfen keine Magier. Blutelfen nutzen die Magie nicht, um zu zaubern, sie wollen damit nur ihre Sucht nach arkaner Magie stillen. Die Magie regelmäßig zu erlangen, hat den Blutelfen nicht die Unsterblichkeit beschert; sie sind anfällig für Krankheiten, Verletzungen und Alter wie ihre Hochelfenbrüder. Bis heute gibt es keine bedeutenden Unterschiede zwischen der Lebensdauer von Blutelfen und Hochelfen.

Nach der Verschmutzung des Sonnenbrunnens hat Kael'thas zu mehreren Anlässen öffentlich beteuert, sein Volk werde sterben, wenn keine neue Quelle der Magie gefunden würde. Zweifellos ist der Entzug nach einer längeren Gewöhnung an die arkane Magie ein sehr unangenehmer Vorgang: bis heute ist es nicht unmöglich, dass sich ein Hochelf dazu entschließt sich dieser Sucht hinzugeben und ein Blutelf zu werden. Gründsätzlich hat sich der Prinz allerdings geirrt. Gemäß den höchsten Priestern und Heilern in Azeroth waren die einzigen Hochelfen, die aufgrund des zerstörten Sonnenbrunnens gestorben waren, die sehr alten, die sehr jungen und diejenigen, die eher kränklich waren.

Dies bedeutet nicht, dass der Entzug von der Magie die Blutelfen unbeschädigt lassen würde. Im Gegenteil, ständige mentaler und physischer Schaden ist möglich.

Dennoch war das sehr schnelle Ergreifen der düsteren Methoden (zum Beispiel das Gewinnen der Magie von Dämonen) keinesfalls charakteristisch für Blutelfen im Allgemeinen. Blutelfen der Scherbenwelt haben nun Kael'thas Abmachung mit Illidan aufgedeckt und haben zum größten Teil seine Notwendigkeit eingesehen. Die meisten Blutelfen leben allerdings noch in Azeroth. Nur wenige dieser Elfen wissen von Kael'thas' Bündnis mit Illidan und viele wären entsetzt, wenn sie es entdecken würden. Magie von kleinem manatragenden Ungeziefer zu ziehen ist immerhin sehr weit entfernt davon, die Magie von Dämonen zu gewinnen. Dennoch, je mehr ihr Hunger wächst, desto mehr gewöhnen sich die Blutelfen, vor allem die der Scherbenwelt, an die Dinge, die sie tun müssen, um noch mehr Magie zu beschaffen.

Blutelfen und die HordeBearbeiten

Zirka 85% der Blutelfen befinden sich noch in Azeroth und nicht in der Scherbenwelt. Die meisten Blutelfen Azeroths leben in Quel'Thalas. Die Weltenwanderer zum Beispiel, eine kleine, aber elitäre Gruppe von Blutelfen-Waldläufern, kämpfen, um die letzten der Geißel aus Quel'Thalas zu vertreiben.

Im Allgemeinen haben die Blutelfen einen negativen Eindruck von der Horde. Die Feindseligkeit der Blutelfen gegenüber den Trollen etwa ist seit der Gründung von Quel'Thalas bestens dokumentiert, und diese Feindschaft wurde in den Trollkriegen nochmals untermauert. Auch für die Orcs haben die Weltenwanderer nicht viel übrig, denn es waren Orctruppen, die im Zweiten Krieg die Grenzlande von Quel'Thalas überfielen, verwüsteten und niederbrannten. Gegen die Tauren haben die Weltenwanderer eigentlich nichts, sehen sie aber meist als ungeschlachte tierische Monster an.

Doch die Blutelfen haben inzwischen gute Beziehungen zu den Verlassenen, was sie größtenteils Königin Sylvanas Windläufer verdanken, die einst eine Hochelfe war und den Rang eines Waldläufer-Generals von Silbermond innehatte, bevor Arthas sie gegen ihren Willen in eine Untote verwandelte. Die Königin behauptet, sie fühle sich immer noch als eine der glühendsten Verteidigerinnen von Quel'Thalas. Sie hat wiederholt ihre Hilfe in Form von Nachschub und Truppen angeboten.

Bislang haben die Blutelfen, die offenbar eine Falle fürchten, die meisten ihrer Offerten ausgeschlagen, insbesonders solche, bei denen Soldaten der Verlassenen in Blutelfengebieten stationiert worden wären. Doch es ist den eingekesselten Elfen schmerzlich bewusst, dass sie der Geißel zahlenmäßig erheblich unterlegen sind, und dass offenbar niemand sonst für das kämpfen will, was von Quel'Thalas noch übrig ist.

Besonders die Allianz hat keinerlei Interesse daran gezeigt, den Blutelfen in Azeroth zu helfen, weder dabei, zur Scherbenwelt zu gelangen, noch bei der Vertreibung der Geißel aus Quel'Thalas. Die Allianz, die schon den paar verstreuten Hochelfen, die es noch gibt, mit Misstrauen begegnet, hält die Blutelfen für noch weniger vertrauenswürdig. Besonders die Nachtelfen stehen den Blutelfen feindselig gegenüber, denn für die Nachtelfen stinken die Sin'dorei nach Verzweiflung und arkaner Magie.

Angesichts der prekären Lage, in der sich die Blutelfen in Azeroth befinden, wird es immer wahrscheinlicher, dass sie in absehbarer Zeit ein Zweckbündnis mit der Horde eingehen werden.

Quelle: Warcraft-Enzyklopädie